Neurotransmitter
Alle Informationen zum Thema "Neurotransmitter" und die passenden Magazinartikel findest Du auf dieser Seite.
Unsere Beiträge sind verständlich geschrieben und verlinken an relevanten Stellen auf wissenschaftliche Studien. Nur so erfüllen wir unsere eigenen Ansprüche: regelmäßig neuer, hochwertiger Content für Dich – kostenlos, ohne Anmeldung, mit höchstmöglichem Mehrwert.
Alles rund um GABA
Wirkung, Lebensmittel und spannende Tipps
Entdecke die Besonderheiten von GABA, seine spannende Rolle im Nervensystem und wie Dir die Einnahme zusammen mit den passenden Lebensmitteln im Alltag ganz einfach gelingen kann.
Besser schlafen mit GABA
Der Schlüssel zu Ihrer inneren Ruhe
Entdecken Sie, wie GABA als „innere Bremse“ wirken und zu einem erholsamen Schlaf beitragen kann. Lernen Sie, wie Sie mit einfachen Tipps und Ritualen Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus in Balance bringen.
Zwischen Ruhemodus und Aufbruch: L-Threonin im Fokus
Wenn der Kopf noch barfuß läuft, aber der Kalender schon Turnschuhe trägt
L-Threonin passt zu dieser Zwischenzeit wie Eiskaffee zum Spätsommer: dezent, aber genau richtig. Entdecken Sie, wie die stille Aminosäure Ihrem System sanfte Struktur verleihen kann – mitten im Übergang.
Ihr Ruhe-Kompass für den Sommer: Natürlich in Balance mit Safran.
Sanfte Unterstützung aus der Natur für mentale Gelassenheit und Ihr Wohlbefinden
Gerät Ihr innerer Rhythmus im Alltags-Trubel manchmal ins Stocken und die Gelassenheit lässt nach? Die Natur bietet mit Safran eine geschätzte Möglichkeit, das Gedankenkarussell zu harmonisieren und die innere Mitte zu pflegen. Entdecken Sie hier, wie das rote Gold Sie zurück zu neuer Balance und Leichtigkeit führen kann.
Innere Ruhe für heiße Tage, mit GABA und Rosenwurz-Extrakt
Unterstützen Sie Ihr Nervensystem mit pflanzlichen Wirkstoffen, die Stress abbauen, die Stimmung stabilisieren und Ihre mentale Balance auch bei Sommerhitze fördern können.
Die Sommerzeit bringt oft Stress durch Hitze, Reisen oder volle Terminkalender. GABA und der adaptogene Rosenwurz-Extrakt helfen, gelassener durch den Sommer zu kommen, indem sie Ihre Stressresistenz und die innere Ruhe fördern können. So genießen Sie Ihr emotionales Gleichgewicht und mehr Wohlbefinden.
Dafür benötigt der Körper Phenylalanin
Die Aminosäure Phenylalanin wird für die Synthese von Dopamin und Serotonin benötigt und ist außerdem ein wichtiger Baustein für Proteine. Jetzt mehr erfahren.
B6 – ein Vitamin mit vielen Aufgaben!
Das wasserlösliche Vitamin kann nicht vom Körper gespeichert werden, ist aber für uns enorm wichtig! Für Stoffwechselprozesse, Nervenübertragung, Hormonbildung, Immunsystem und auch für die Regulierung des Homocysteinspiegels ist es unerlässlich! Doch trotz ausgewogener Ernährung droht ein Vitamin-B6-Mangel? Vielleicht liegt es an der Anti-Baby-Pille! Lesen Sie hier mehr dazu!
Fitter und stärker mit L-Carnosin?
Obwohl Carnosin vom menschlichen Körper selbst hergestellt werden kann, ist es ein beliebtes Nahrungsergänzungsprodukt – in Pulverform oder als Kapsel – unter Sportlern. Welche Wirkung es konkret auf die Leistungsfähigkeit hat und an welchen Funktionen die Substanz ebenfalls beteiligt ist, erfahren Sie in diesem Artikel.
Calcium oder Kalzium – Hauptsache eingenommen!
Woran dieser für uns so wichtige Mineralstoff im Körper beteiligt ist und welche die bessere Form von Calcium darstellt, erfahren Sie hier!
So wirkt Curcumin
Dem Pflanzenstoff Curcumin verdankt Kurkuma die leuchtend gelbe Farbe. Doch Curcumin ist noch viel mehr als das.
Alles, was Sie über B-Vitamine wissen müssen
B-Vitamine sind unverzichtbar für Ihre Gesundheit und Vitalität. Entdecken Sie, warum diese wichtigen Nährstoffe für den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Blutbildung entscheidend sind. Erfahren Sie, wie Sie durch die richtige Ernährung oder Supplementierung Ihren täglichen Bedarf decken können.
Kleine Botenstoffe, große Aufgaben
Denken, fühlen, lernen, schlafen oder einfach die Hand nach der Kaffeetasse ausstrecken: Hinter all diesen Dingen steckt jede Menge Kommunikation. Denn damit unser Körper funktioniert, müssen Milliarden von Nervenzellen ständig Informationen miteinander austauschen. Und mittendrin? Unsere Neurotransmitter. Die kleinen Botenstoffe helfen dabei, Signale von einer Nervenzelle zur nächsten zu übertragen [1].
Aber wie funktioniert das eigentlich? Welche Neurotransmitter gibt es und warum tauchen Namen wie Dopamin, Serotonin oder GABA immer wieder auf, wenn es um Stimmung, Schlaf oder Motivation geht? Genau das schauen wir uns jetzt einmal genauer an.
Was sind Neurotransmitter überhaupt?
Fangen wir ganz vorne an: Neurotransmitter sind körpereigene chemische Botenstoffe. Ihre Aufgabe ist es, Informationen zwischen Nervenzellen, den sogenannten Neuronen, oder von Nervenzellen an andere Zielzellen weiterzugeben. Dafür werden sie an den Kontaktstellen der Nervenzellen, den Synapsen, freigesetzt und binden anschließend an passende Rezeptoren der nächsten Zelle [1].
Und dann? Kommt es darauf an, welcher Botenstoff auf welchen Rezeptor trifft. Denn Neurotransmitter können ganz unterschiedliche Reaktionen auslösen und mischen deshalb bei ziemlich vielen Vorgängen in unserem Körper mit. Bewegung, Lernen, Gedächtnis, Schlaf und die Verarbeitung von Emotionen sind nur einige davon. Zu den bekanntesten Vertretern gehören Dopamin, Serotonin, Acetylcholin, Noradrenalin, GABA und Glutamat [2].
Welche Funktion haben Neurotransmitter?
Im Grunde kannst Du Dir Neurotransmitter als die Nachrichtenüberbringer unseres Nervensystems vorstellen. Sobald ein elektrisches Signal das Ende einer Nervenzelle erreicht, werden dort die passenden Botenstoffe freigesetzt. Diese docken an den Rezeptoren der nächsten Zelle an und geben die Information weiter [1].
Und dabei haben sie unterschiedliche Jobs [1, 2]:
- Signale weitergeben: Ohne Neurotransmitter würde die Kommunikation zwischen Nervenzellen und anderen Zielzellen nicht funktionieren.
- Nervenzellen aktivieren oder hemmen: Je nach Botenstoff und Rezeptor können sie die Aktivität einer Nervenzelle fördern oder bremsen.
- Stimmung und Verhalten mitregulieren: Dopamin, Serotonin und Noradrenalin wirken zum Beispiel bei Motivation, Emotionen und Aufmerksamkeit mit und übernehmen außerdem Aufgaben im vegetativen Nervensystem.
- Bewegungen ermöglichen: Auch wenn Du nur kurz nach etwas greifst, muss Dein Nervensystem mit Deinen Muskeln kommunizieren. Hier kommt unter anderem Acetylcholin ins Spiel.
Ganz schön viel für ein paar winzige Botenstoffe, oder? Und dabei macht keiner von ihnen einfach nur sein eigenes Ding. Entscheidend ist vielmehr, wie verschiedene Neurotransmitter, Rezeptoren und Nervenzellen zusammenspielen.
Wie wirken Neurotransmitter im Gehirn?
Jetzt wird es ein kleines bisschen technischer. Aber keine Sorge, das Prinzip dahinter ist eigentlich schnell erklärt: Nicht jeder Neurotransmitter wirkt auf die gleiche Weise. Entscheidend ist unter anderem, auf welchen Rezeptor er trifft und wo im Nervensystem das Ganze passiert. Vereinfacht können die übertragenen Signale dabei erregend oder hemmend wirken [2].
- Erregende Neurotransmitter erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass eine Nervenzelle ein Signal weiterleitet. Der wichtigste erregende Neurotransmitter im zentralen Nervensystem ist Glutamat [2].
- Hemmende Neurotransmitter machen genau das Gegenteil. Sie reduzieren die Erregbarkeit von Nervenzellen. Einer der wichtigsten Vertreter ist GABA (Gamma-Aminobuttersäure) [2].
Warum braucht unser Gehirn beides? Weil Dauerfeuer genauso wenig funktionieren würde wie völliger Stillstand. Erregende und hemmende Signale müssen deshalb gut zusammenspielen, damit Informationen kontrolliert verarbeitet und weitergegeben werden können.
Die wichtigsten Neurotransmitter im Überblick
Dopamin und Serotonin hast Du bestimmt schon einmal gehört. Aber wie sieht es mit GABA, Glutamat oder Acetylcholin aus? Zeit für eine kleine Vorstellungsrunde der wichtigsten Neurotransmitter.
Dopamin: Motivation und Belohnung
Kaum ein Neurotransmitter hat wohl einen so eingängigen Spitznamen: das „Glückshormon“. Nur trifft der die Sache nicht ganz. Denn Dopamin hat mit deutlich mehr als einem kurzen Glücksgefühl zu tun und wirkt zum Beispiel bei Motivation, Belohnungsverarbeitung, Lernen und Bewegungssteuerung mit [2, 3].
Auch in der Medizin ist das dopaminerge System ein wichtiges Forschungsfeld. Veränderungen darin werden unter anderem im Zusammenhang mit verschiedenen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen untersucht [3].
Serotonin: weit mehr als gute Laune
Und da hätten wir direkt das nächste vermeintliche „Glückshormon“: Serotonin. Auch hier steckt hinter dem bekannten Spitznamen deutlich mehr. Der Botenstoff wirkt unter anderem bei der Regulation von Stimmung, Schlaf-Wach-Rhythmus und Appetit mit [4].
Was viele dabei gar nicht wissen: Ein großer Teil des körpereigenen Serotonins befindet sich nicht etwa im Gehirn, sondern im Magen-Darm-Trakt [4]. Überraschend, oder? Dort erfüllt der Botenstoff allerdings andere Aufgaben.
GABA: die Bremse im Nervensystem
Genug von den Glückshormonen. Schauen wir uns einen Botenstoff an, dessen Name etwas weniger geläufig ist: GABA. Die Abkürzung steht für Gamma-Aminobuttersäure und bezeichnet den wichtigsten hemmenden Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. GABA reduziert die Erregbarkeit von Nervenzellen und hilft dadurch dabei, die neuronale Aktivität zu regulieren [2].
Kurz gesagt: Wenn erregende Signale aufs Tempo drücken, unterstützt GABA beim Bremsen. Der Neurotransmitter wirkt dabei unter anderem bei Prozessen rund um Schlaf und Bewegung mit [2].
Glutamat: wichtig für Lernen und Gedächtnis
Und wenn wir schon bei der Bremse sind, brauchen wir natürlich auch die andere Seite. Hier kommt Glutamat ins Spiel. Es ist der wichtigste erregende Neurotransmitter im zentralen Nervensystem und besonders für die sogenannte synaptische Plastizität interessant.
Gemeint ist damit, dass sich die Verbindungen zwischen unseren Nervenzellen verändern und anpassen können. Genau diese Anpassungsfähigkeit ist eine wichtige Grundlage dafür, dass wir lernen und Erinnerungen bilden können [2].
Dabei gilt allerdings nicht: Mehr ist automatisch besser. Eine übermäßige Aktivierung bestimmter Glutamatrezeptoren kann Nervenzellen schädigen [2].
Acetylcholin: vom Gedanken zur Bewegung
Einmal kurz die Hand heben. Klingt nicht besonders spektakulär, oder? Für Dein Nervensystem steckt trotzdem einiges dahinter. Damit aus dem Gedanken tatsächlich eine Bewegung wird, müssen Nerven und Muskeln miteinander kommunizieren. Und genau hier kommt unter anderem Acetylcholin ins Spiel [5].
Der Botenstoff ist sowohl im zentralen als auch im peripheren Nervensystem aktiv und überträgt an der Verbindung zwischen Nerv und Muskel Signale, die eine Muskelkontraktion auslösen können. Im Gehirn wirkt Acetylcholin außerdem bei Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnis mit [5].
Noradrenalin: Aufmerksamkeit und Alarmbereitschaft
Müde wegdösen ist gerade eher nicht angesagt? Dann könnte Noradrenalin mitmischen. Der Stoff kann in unserem Körper sowohl als Neurotransmitter als auch als Hormon wirken und kommt im Nervensystem besonders bei Wachheit, Aufmerksamkeit und der Reaktion auf Stresssituationen ins Spiel [2].
So kann Noradrenalin unseren Körper dabei unterstützen, sich auf Anforderungen aus der Umgebung einzustellen und entsprechend darauf zu reagieren.
Wie werden Neurotransmitter gebildet?
So, die wichtigsten Kandidaten kennen wir jetzt. Bleibt eine ziemlich spannende Frage: Wo bekommt unser Körper die eigentlich her? Für die Herstellung von Neurotransmittern braucht er verschiedene Ausgangsstoffe und Cofaktoren. Und ja, einige davon landen tatsächlich über unsere Ernährung im Körper.
Besonders wichtig sind dabei verschiedene Aminosäuren:
- Tryptophan dient als Ausgangsstoff für die Bildung von Serotonin [4].
- Phenylalanin und Tyrosin sind Teil der Stoffwechselwege, über die unter anderem Dopamin und Noradrenalin entstehen [6].
- Glutamat dient als Ausgangsstoff für die Bildung von GABA.
Damit ist die Sache aber noch nicht erledigt. Auch verschiedene Mikronährstoffe werden für die beteiligten Stoffwechselprozesse benötigt. Dazu gehört zum Beispiel Vitamin B6, das unter anderem zu einer normalen Funktion des Nervensystems beiträgt [4].
Also einfach ordentlich Tryptophan essen und schon schießt das Serotonin nach oben? Schön wär’s. Ganz so simpel funktioniert unser Nervensystem nämlich nicht. Bildung, Freisetzung und Wirkung der einzelnen Neurotransmitter werden über komplexe Prozesse gesteuert.
Was passiert bei einem Ungleichgewicht der Neurotransmitter?
Veränderungen verschiedener Neurotransmittersysteme werden mit neurologischen und psychischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Dabei ist allerdings nicht nur entscheidend, ob von einem Botenstoff „zu viel“ oder „zu wenig“ vorhanden ist. Auch seine Bildung, Freisetzung, Aufnahme und Wirkung an den Rezeptoren spielen eine Rolle [2].
Ein Beispiel dafür ist Dopamin, das bei Parkinson eine wichtige Rolle spielt [3]. Auch bei psychischen Erkrankungen werden verschiedene Neurotransmittersysteme intensiv erforscht. Eine komplexe Erkrankung wie Depression lässt sich deshalb nicht einfach auf einen einzelnen Botenstoff oder einen „Serotoninmangel“ reduzieren [7].
Noch mehr über Neurotransmitter erfahren
Ob Dopamin, Serotonin, GABA oder Glutamat: Neurotransmitter mischen an erstaunlich vielen Stellen in unserem Körper mit. Und obwohl sie winzig klein sind, gibt es über ihre Aufgaben und ihr Zusammenspiel jede Menge zu entdecken. Du möchtest noch tiefer einsteigen? Dann entdecke unsere Einzelbeiträge zum Thema oder erfahre mehr über die Bausteine der Botenstoffe in unserer Kategorie Aminosäuren.
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK9924/
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK539894/
[3] https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/detailseite/2016/news-im-august-2016/dopamin-weit-mehr-als-nur-der-botenstoff-des-gluecks/
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK545168/
[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK557825/
[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK11035/
[7] https://www.nature.com/articles/s41380-022-01661-0