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Müde trotz länger werdender Tage?

Draußen sprießen die ersten Blumen aus dem Boden, die Vögel zwitschern morgens wieder und eigentlich hättest Du jetzt richtig Lust auf Frühlingsgefühle und Tatendrang. Doch statt voller Energie aus dem Bett zu springen, fühlst Du Dich, als hättest Du den Winterschlaf gerade erst so richtig begonnen?

Damit bist Du nicht allein. Viele Menschen erleben in der Übergangszeit eine Phase, in der der Körper scheinbar im „Energiesparmodus“ feststeckt. Die Frühjahrsmüdigkeit ist kein Mythos, sondern eine ganz reale Anpassungsleistung Deines Organismus. In einer Lebensphase, die oft von Job, Familie und Selbstverwirklichung geprägt ist, kann dieses Formtief besonders frustrierend sein.

In diesem Artikel erfährst Du, warum Dein Körper gerade jetzt eine Extraportion Aufmerksamkeit braucht, welche Rolle Deine Hormone spielen und wie Du Dich sanft unterstützen kannst, ohne Dich unter Druck zu setzen.

Was ist Frühjahrsmüdigkeit eigentlich?

Wenn wir von Frühjahrsmüdigkeit sprechen, meinen wir einen Zustand vorübergehender Antriebslosigkeit, der meist zwischen März und Mai auftritt [1]. Es handelt sich dabei nicht um eine Krankheit, sondern um eine Reaktion auf die veränderten Umweltbedingungen. Dein Körper ist ein hochkomplexes System, das sich von den dunklen, kalten Wintermonaten auf die hellere und wärmere Jahreszeit umstellen muss.

Frühjahrsmüdigkeit Symptome

Vielleicht erkennst Du Dich in einigen dieser Anzeichen wieder:

  • Anhaltende Müdigkeit, obwohl Du eigentlich genug geschlafen hast.
  • Wetterfühligkeit und leichte Kreislaufprobleme (Schwindel beim Aufstehen).
  • Gereiztheit oder eine unerklärliche gedrückte Stimmungslage.
  • Konzentrationsschwäche im Alltag oder bei der Arbeit.
  • Ein gesteigertes Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug, obwohl „draußen das Leben tobt“.

Diese Symptome sind oft das Resultat einer hormonellen Umstellung, die in Deinem Inneren wie ein kleiner „Schichtwechsel“ abläuft [2].

Hormoneller Schichtwechsel: Warum wir so erschöpft sind

Der Hauptgrund für das Phänomen liegt in der Anpassung Deines Hormonhaushalts an das veränderte Lichtangebot. Während des Winters produziert der Körper vermehrt das „Schlafhormon“ Melatonin, da es lange dunkel ist. Sobald die Tage länger werden und mehr UV-Licht auf Deine Netzhaut trifft, beginnt Dein Körper, die Produktion umzustellen und vermehrt das „Glückshormon“ Serotonin auszuschütten [3].

Dieser Übergang geschieht jedoch nicht per Knopfdruck. Es ist ein Balanceakt: Das Melatonin ist oft noch in hohen Konzentrationen im System vorhanden, während die Serotoninsynthese erst langsam an Fahrt aufnimmt. Diese hormonelle Uneinigkeit führt dazu, dass Du Dich tagsüber schlapp und antriebslos fühlst.

Körpertemperatur und Blutdruck

Nicht nur das Licht, auch die Temperatur spielt eine Rolle. Wenn es draußen wärmer wird, weiten sich die Blutgefäße Deines Körpers. Das führt dazu, dass der Blutdruck leicht absinken kann [4]. Für viele Frauen bedeutet das: Der Kreislauf kommt morgens schwerer in Schwung, und die Müdigkeit fühlt sich erschwerend an.

Soziale Einwirkungen

Ein oft unterschätzter Faktor für Frauen ist der soziale Druck. Social Media und die Werbung suggerieren uns, dass wir mit dem ersten Sonnenstrahl im perfekten Lauf-Outfit durch den Park joggen oder den kompletten Frühjahrsputz an einem Vormittag erledigen sollten.

Wenn Dein Körper aber noch im Winter-Modus ist, entsteht eine Diskrepanz zwischen Deinem inneren Erleben und der äußeren Erwartung. Dieser psychische Stress kann die Frühjahrsmüdigkeit verstärken. Akzeptanz ist hier der erste Schritt: Dein Körper ist kein Computer, der sofort ein neues Update installiert. Er braucht Zeit, um „hochzufahren“.

Sanfte Unterstützung aus der Natur

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du Deinen Körper in dieser Phase unterstützen kannst. Dabei geht es nicht darum, Symptome „wegzuzaubern“, sondern Deinem System die Ressourcen zu geben, die es für die Umstellung benötigt.

Die Rolle von Griffonia (Afrikanische Schwarzbohne)

Im Zusammenhang mit der Serotonin-Produktion wird in der Naturheilkunde oft Griffonia simplicifolia erwähnt. Die Samen dieser westafrikanischen Kletterpflanze enthalten eine bemerkenswerte Menge an 5-Hydroxytryptophan (5-HTP).

Griffonia Wirkung: 5-HTP ist eine direkte chemische Vorstufe von Serotonin. Der Körper kann diesen Baustein nutzen, um die körpereigene Produktion des Botenstoffs zu unterstützen [5]. In der Übergangszeit, wenn der Körper versucht, das Serotonin-Depot aufzufüllen, wird Griffonia oft als begleitende Unterstützung für die emotionale Balance und einen stabilen Rhythmus geschätzt.

Wichtig: Es handelt sich hierbei um eine Nährstoffunterstützung, nicht um ein Medikament. Die Griffonia Wirkung entfaltet sich am besten eingebettet in eine bewusste Lebensweise.

Gute natürliche Mittel und Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Hier sind bewährte Strategien, die Du ohne großen Aufwand in Deinen Tag einbauen kannst:

  • Tageslicht-Dusche: Geh morgens für mindestens 20 Minuten nach draußen. Das blaue Lichtspektrum des Himmels (auch bei Wolken) signalisiert Deinem Gehirn, die Melatonin-Produktion zu stoppen [6].
  • Wechselduschen: Der Wechsel zwischen warmem und kaltem Wasser trainiert Deine Gefäße. Beginne immer an der Stelle, die am weitesten vom Herzen entfernt ist (rechter Fuß außen) und arbeite Dich nach oben.
  • Aromatherapie: Erfrischende Düfte wie Zitrone, Bergamotte oder Minze können über die Riechnerven einen sanften Wach-Impuls geben.
  • Bewegung ohne Leistungsdruck: Ein moderater Spaziergang ist jetzt hilfreicher als ein erschöpfendes HIIT-Workout. Ziel ist es, den Stoffwechsel anzuregen, nicht ihn völlig auszupowern.
  • Bittersubstanzen: Löwenzahn oder Chicorée unterstützen die Leberfunktion und den Stoffwechsel, was nach der eher schweren Winterkost sehr wohltuend sein kann.

Ernährung: Kraftfutter für den Frühling

Statt strenger Diäten braucht Dein Körper jetzt Vitalstoffe. Eine Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, hilft dabei, die leeren Speicher aufzufüllen.

Ein beispielhafter „Wohlfühl-Tag“ für Dich:

  • Frühstück: Ein Porridge mit Haferflocken (reich an Magnesium und B-Vitaminen), getoppt mit frischen Beeren und ein paar Walnüssen.
  • Mittag: Eine bunte Bowl mit Quinoa, gedünstetem Spinat, Avocado und Kichererbsen. Das liefert Eisen und pflanzliches Protein.
  • Snack: Ein Stück dunkle Schokolade oder eine Handvoll Mandeln.
  • Abendessen: Eine leichte Suppe oder Ofengemüse mit Kräuterquark. Schwere Mahlzeiten am Abend sollten vermieden werden, um den Schlaf nicht zu belasten.

Achte darauf, über den Tag verteilt mindestens 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken. Dehydration ist eine der häufigsten Ursachen für zusätzliche Müdigkeit.

Erholung im Wandel

Wenn es abends länger hell bleibt, sinkt unser natürlicher Melatoninspiegel oft später ab. Das kann dazu führen, dass wir zwar müde sind, aber schlechter in den Schlaf finden.

  1. Verdunkelung: Nutze Vorhänge oder eine Schlafmaske, wenn Dich das frühe Morgenlicht zu zeitig weckt.
  2. Digital Detox: Schalte das Handy eine Stunde vor dem Schlafengehen aus. Das blaue Bildschirmlicht ist der natürliche Feind Deiner Melatoninproduktion.
  3. Kühle Raumtemperatur: Ein kühles Schlafzimmer (ca. 18°C) hilft dem Körper, die Kerntemperatur abzusenken, was für einen tiefen Schlaf essenziell ist.

Wann Du genauer hinschauen solltest

Die klassische Frühjahrsmüdigkeit sollte nach etwa zwei bis vier Wochen abklingen, sobald sich Dein System stabilisiert hat. Wenn Du jedoch merkst, dass die Erschöpfung Deinen Alltag massiv einschränkt oder über Monate anhält, ist es wichtig, professionellen Rat einzuholen.

Hinter einer anhaltenden Müdigkeit können auch andere Faktoren stecken:

  • Ein Eisenmangel (besonders häufig bei Frauen vor der Menopause).
  • Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel nach dem dunklen Winter [7].
  • Schilddrüsenunterfunktionen oder anhaltender psychischer Stress (Burnout-Prävention).

Sei gut zu Dir selbst

Die Natur braucht Zeit, um zu erblühen und Dein Körper auch. Die Frühjahrsmüdigkeit ist kein Makel, sondern ein Zeichen dafür, dass Dein Organismus arbeitet und sich anpasst. Indem Du die Signale Deiner inneren Uhr verstehst und Deinen Rhythmus sanft anpasst, kannst Du diese Phase der Transformation leichter durchwandern.

Nutze die Kraft von Licht, frischer Luft und gegebenenfalls natürlichen Bausteinen wie Griffonia, um Dein Wohlbefinden achtsam zu begleiten. Der Frühling ist eine Zeit des Neubeginns, erlaube Dir, diesen Neubeginn in Deinem ganz eigenen Tempo zu erleben.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Sind Griffonia und 5-HTP das Gleiche?

Nein, Griffonia ist die Pflanze (Afrikanische Schwarzbohne), während 5-HTP der darin enthaltene Naturstoff ist. Griffonia dient als natürliche Quelle für diesen Baustein der Serotoninbildung.

Wann ist die beste Zeit zur Einnahme von Griffonia?

Die Einnahme erfolgt meist am späten Nachmittag oder Abend, da 5-HTP die Vorstufe für das „Wohlfühlhormon“ Serotonin ist, das abends in das Schlafhormon Melatonin umgewandelt wird.

Darf man Griffonia während der Schwangerschaft einnehmen?

In der Schwangerschaft und Stillzeit solltest Du auf die Einnahme verzichten, da es hierzu keine ausreichenden Studien gibt. Halte in dieser Zeit bitte immer Rücksprache mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.

Wie lange dauert die typische Frühjahrsmüdigkeit an?

Meist benötigt der Körper etwa zwei bis vier Wochen für die hormonelle Umstellung. Hält die Erschöpfung länger an, ist ein Check-up beim Arzt ratsam.

Warum sind oft Frauen zwischen 25 und 45 besonders betroffen?

In dieser Lebensphase fordern hohe Alltagsbelastungen und eine oft höhere Sensibilität für hormonelle Schwankungen die Anpassungsleistung des Körpers besonders heraus.

Kann man die Umstellung beschleunigen?

Man kann sie nicht „abkürzen“, aber durch viel Tageslicht und eine nährstoffreiche Ernährung sanft unterstützen, um dem Körper die nötigen Ressourcen für den Wechsel zu geben.

Quellen:
[1] https://www.aok.de/mythos-fruehjahrsmuedigkeit
[2] https://www.internisten-im-netz.de/tipps-gegen-fruehjahrsmuedigkeit
[3] https://www.focus.de/schlapp-trotz-sonnenschein-fruehjahrsmuedigkeit
[4] https://www.tk.de/fruehjahrsmuedigkeit
[5] https://www.apotheken-umschau.de/risiken-nahrungsergaenzungsmittel
[6] https://onefocusapp.com/einfluss-von-blauem-licht-auf-die-melatoninproduktion
[7] https://www.dge.de/vitamin-d

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